Fünf Wahrzeichen in Kronstadt (Brașov): Rundgang, Öffnungszeiten, Preise

Der mittelalterliche Kern von Kronstadt an einem Vormittag: zwei Innenräume mit Eintritt, drei kostenlose Stationen und der beste Blick über die Altstadt vom Weißen Turm.

Von Diana Aktualisiert 7 Min. Lesezeit
Die Dächer der Altstadt von Kronstadt mit dem Rathausturm und der Zinne im Hintergrund Foto: Unsplash
Auf dieser Seite
  1. Der Rundgang im Überblick
  2. 1. Das Alte Rathaus (Casa Sfatului)
  3. 2. Die Schwarze Kirche
  4. 3. Das Katharinentor (Poarta Ecaterinei)
  5. 4. Der Schwarze Turm (Turnul Negru)
  6. 5. Der Weiße Turm (Turnul Alb)
  7. Lohnende Ergänzungen
  8. Tipps
  9. FAQ
  10. Quellen

Die fünf Wahrzeichen von Kronstadt (Brașov) liegen an einem Rundweg von etwa 1,7 km, den Sie ohne Pausen in 35–40 Minuten gehen. Eintritt kosten nur das Alte Rathaus (12 Lei) und die Schwarze Kirche (30 Lei); Tor und Türme sehen Sie kostenlos von außen. Mit beiden Innenbesichtigungen sind es 2½–3 Stunden. Die Preise haben wir am 10. Oktober 2026 geprüft.

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Der Rundgang im Überblick

Start und Ziel ist der Marktplatz (Piața Sfatului). Die Gehzeiten sind auf der Karte gemessen und aufgerundet; die beiden Aufstiege zu den Türmen sind kurz, aber steil.

StationWas ist das?Eintritt (2026)Weg zur nächsten Station
1. Altes Rathaus (Casa Sfatului)Früheres Rathaus, heute Kreismuseum für Geschichte12 Lei, Di–So 10:00–18:003 Min.
2. Schwarze KircheGotische Stadtpfarrkirche30 Lei, täglich (So–Mo ab 12:00)8 Min. die Strada Poarta Șchei entlang
3. Katharinentor (Poarta Ecaterinei)Mittelalterliches Stadttor (1559)Frei (außen)6–8 Min., teils bergauf
4. Schwarzer Turm (Turnul Negru)Wachturm auf einem Felsen über der WestmauerFrei (außen)10 Min., hinab und wieder hinauf
5. Weißer Turm (Turnul Alb)Halbrunder Turm am HangFrei (außen)5 Min. zurück zum Marktplatz

Die Route durch die Altstadt in fünf Stationen

  • Station auf der Route

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Die fünf Stationen aus der Tabelle oben, in der Reihenfolge des Rundgangs nummeriert. Positionen © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Die besten Tage: Dienstag bis Samstag. Montags ist das Museum im Alten Rathaus geschlossen, sonntags und montags öffnet die Schwarze Kirche erst um 12:00. An diesen Tagen gehen Sie vormittags zu Tor und Türmen und besichtigen die Kirche nach dem Mittagessen.

Lohnt sich das? Ja, vor allem am ersten Tag in Kronstadt: Sie sehen den mittelalterlichen Kern an einem Vormittag und haben vom Weißen Turm den besten Blick über die Altstadt. Wer die Schwarze Kirche schon kennt oder lieber draußen unterwegs ist, braucht für Tor und Türme allein etwa 30 Minuten und zahlt nichts.

1. Das Alte Rathaus (Casa Sfatului)

Das Alte Rathaus steht mitten auf dem Marktplatz. 1420 wird ein Raum für den Stadtrat über dem Gewölbe der Kürschnerzunft erwähnt, der Turm entstand zwischen 1521 und 1528. Anfang des 17. Jahrhunderts hieß er Trompeterturm, nach dem Wächter, der jede Stunde ins Horn blies.

Beim großen Stadtbrand 1689 wurden das Gebäude und ein Teil des Stadtarchivs beschädigt; die Zwiebelhaube und das Stadtwappen kamen bei der großen Restaurierung 1770–1778 hinzu, das heutige Dach mit schwarz-gelben Ziegeln stammt von 1909–1910. Seit 1950 ist das Gebäude Museum.

Besichtigung: Hier zeigt das Kreismuseum für Geschichte Brașov seine Dauerausstellung und Wechselausstellungen.

  • Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 10:00–18:00, letzte Tickets 17:30; montags geschlossen
  • Eintritt: Erwachsene 12 Lei, Rentner 5 Lei, Kinder, Schüler und Studierende 2 Lei; Menschen mit Behinderung frei
  • Zeitbedarf: 45 Minuten bis eine Stunde

Zeiten und Preise stammen von der Kontaktseite des Museums. Die übrigen Museen der Stadt, von der Weberbastei bis zur Ersten Rumänischen Schule, finden Sie in unserem Museumsführer für Kronstadt.

Das Alte Rathaus mit seinem Uhrturm mitten auf dem Marktplatz von Kronstadt Foto: Diana
Das Alte Rathaus beherbergt seit 1950 das Kreismuseum für Geschichte.

2. Die Schwarze Kirche

Eine Minute über den Platz nach Südwesten steht die Schwarze Kirche, die gotische Stadtpfarrkirche, begonnen Ende des 14. Jahrhunderts und nach dem Brand von 1689 wiederaufgebaut. Drinnen: die Buchholz-Orgel von 1836–1839 mit 3.993 Pfeifen und rund 200 Teppiche und Textilien, überwiegend osmanische Teppiche.

  • Öffnungszeiten: 16. Oktober–31. März Dienstag–Samstag 10:00–18:00, Sonntag–Montag 12:00–18:00; 1. April–15. Oktober jeweils bis 19:00
  • Eintritt: Erwachsene 30 Lei, Studierende und Rentner 25 Lei, Schüler 20 Lei, Kinder unter 7 frei
  • Zeitbedarf: 45 Minuten bis eine Stunde

Orgelkonzerte, Schließungen für Gottesdienste und die Geschichte des Namens stehen in unserem Beitrag über die Schwarze Kirche.

Die Südseite der Schwarzen Kirche mit ihren hohen Strebepfeilern Foto: Diana
Die Schwarze Kirche vom Honterushof aus.

3. Das Katharinentor (Poarta Ecaterinei)

Von der Kirche gehen Sie die Strada Poarta Șchei entlang nach Süden zum Katharinentor am Südwestrand der Altstadt. Am Weg liegt die Strada Sforii (Seilergasse), eine der schmalsten Gassen der Stadt, doch sie ist seit November 2025 wegen Reparaturen gesperrt, wie BizBrașov berichtet.

Die Schneiderzunft baute das Tor 1559 anstelle eines älteren Tors, das 1526 ein Hochwasser zerstört hatte. Die vier Ecktürmchen um den Spitzhelm zeigten, dass die Stadt eigene Gerichtsbarkeit besaß, einschließlich des ius gladii, des Rechts, Todesurteile zu fällen.

Erhalten ist nur der Mittelturm; das ursprüngliche Tor war größer, ein dazugehöriger Holzbau wurde 1827 abgerissen. Das benachbarte Schei-Tor aus dem 19. Jahrhundert übernahm die Funktion als Zugang aus der Oberen Vorstadt (Șchei). Wie das ganze Tor aussah, zeigt das Modell des mittelalterlichen Kronstadt in der Weberbastei.

Besichtigung: Das Tor ist jederzeit kostenlos von außen zu sehen. Dahinter beginnt die Obere Vorstadt, das alte rumänische Viertel mit der Nikolauskirche und der Ersten Rumänischen Schule.

Das Katharinentor, ein weißer Torturm mit spitzem Helm und vier Ecktürmchen Foto: Diana
Das Katharinentor (1559) mit seinen vier Ecktürmchen.

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4. Der Schwarze Turm (Turnul Negru)

Folgen Sie vom Tor aus der Strada După Ziduri („Hinter der Mauer“) nach Norden, dem Weg außen an der Westmauer. Der Schwarze Turm steht auf einem Felsen darüber.

Er wurde um 1460 als Wachturm vor der Mauer gebaut und war einst über eine bewegliche Brücke mit den Befestigungen verbunden. Am 23. Juli 1559 setzte ihn ein Blitz in Brand und schwärzte die Mauern, daher der Name; das Datum nennen der rumänische Wikipedia-Artikel und lokale Tourismusquellen. Bei der Restaurierung 1993–1995 wurde der Ruß entfernt und der Turm erhielt sein pyramidenförmiges Glasdach. Seit 2001 gehört er zum Museumsrundgang, mit einer kleinen Ausstellung über die Türme der mittelalterlichen Stadtverteidigung.

Besichtigung: Bis zum Turm können Sie kostenlos hinaufgehen, mit Blick auf das Dach der Schwarzen Kirche. Für das Innere gibt es für 2026 keine bestätigten Öffnungszeiten und Eintrittspreise; ist es offen, nehmen Sie es als Zugabe mit.

Der Schwarze Turm, ein quadratischer Steinturm mit gläsernem Pyramidendach, über den Bäumen Foto: Diana
Das Glasdach kam bei der Restaurierung in den 1990er-Jahren hinzu.

5. Der Weiße Turm (Turnul Alb)

Gehen Sie zurück auf die Strada După Ziduri und folgen Sie ihr nach Norden an der Mauer entlang bis zur Graftbastei (Bastionul Graft), wo der Graftbach zwischen Mauer und Hang fließt. Von hier führt eine lange, steile Treppe zum Weißen Turm.

Der halbrunde Turm entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts; die Quellen nennen Jahre zwischen 1460 und 1494. Er wurde von den Zünften der Klempner und Kupferschmiede verteidigt. Seine Tür liegt etwa 5 Meter über dem Boden und war nur über eine bewegliche Leiter erreichbar; deshalb steht heute eine hölzerne Plattform mit Treppe davor. Der Turm wurde eine Außenstelle des Kreismuseums für Geschichte, das dort gelegentlich Ausstellungen zeigt.

Besichtigung: Der Aufstieg ist kostenlos und zeigt Ihnen den ganzen Rundgang von oben: den Rathausturm, das Dach der Schwarzen Kirche und dahinter die Zinne (Tâmpa). Am späten Nachmittag haben Sie die Sonne im Rücken. Vom Turm geht es über die Treppe in etwa fünf Minuten zurück zur Graft und zum Marktplatz.

Der Weiße Turm mit erhöhter Holzplattform und Treppe vor dem Eingang Foto: Diana
Die Tür des Weißen Turms liegt hoch über dem Boden; heute führt eine Holztreppe hinauf.

Lohnende Ergänzungen

  • Weberbastei (Bastionul Țesătorilor), Strada George Coșbuc 9. Die Bastei der Leineweberzunft, etwa zehn Gehminuten südlich des Marktplatzes. Drinnen steht das Modell des mittelalterlichen Kronstadt von 1896. Dienstag–Sonntag 10:00–18:00, Erwachsene 10 Lei.
  • Promenade unter der Zinne (Aleea de sub Tâmpa). Die ebene Promenade an der Ostmauer beginnt an der Weberbastei; mehr in unserem Beitrag über Spaziergänge und leichte Wanderungen in Kronstadt.
  • Kombiticket. Das Brașov Visit Ticket (57,76 Lei für Erwachsene, 90 Tage gültig) umfasst die Schwarze Kirche, das Geschichtsmuseum und die Weberbastei sowie neun weitere Orte. Nur für diesen Rundgang ist es teurer als die beiden Einzeltickets (42 Lei); es lohnt sich erst mit mehreren Museen.

Tipps

  • Rutschfeste Schuhe. Die Gassen sind gepflastert, und zu beiden Türmen führen steile Treppen, die bei Regen und Frost glatt werden.
  • Die Türme bei Tageslicht besuchen. Die Wege liegen an bewaldeten Hängen außerhalb der Mauer.
  • Um 10:00 starten, Dienstag bis Samstag, wenn Altes Rathaus und Schwarze Kirche gleichzeitig öffnen.

Alles Weitere zur Stadt finden Sie in unserem Überblick über Sehenswürdigkeiten in Kronstadt.

FAQ

Kann man den Weißen und den Schwarzen Turm von innen besichtigen?

Beide wurden für kleine Museumsausstellungen genutzt, für das Innere gibt es für 2026 aber keine bestätigten Öffnungszeiten und Preise. Hinaufgehen können Sie jederzeit kostenlos.

Wann schlug der Blitz in den Schwarzen Turm ein?

Am 23. Juli 1559, laut rumänischer Wikipedia und lokalen Tourismusquellen. Der Brand schwärzte die Mauern und gab dem Turm seinen Namen.

Wie lange dauert der Rundgang?

Etwa 35–40 Minuten reine Gehzeit. Mit Geschichtsmuseum und Schwarzer Kirche sollten Sie 2½–3 Stunden einplanen.

Wo muss man Eintritt zahlen?

Im Alten Rathaus, dem Geschichtsmuseum, kostet es für Erwachsene 12 Lei, in der Schwarzen Kirche 30 Lei. Katharinentor und beide Türme sind von außen frei zugänglich.

Ist der Rundgang für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet?

Platz und Gassen bis zum Tor sind eben, aber gepflastert. Zu den Türmen führen nur steile Treppen und Pfade; mit Rollstuhl oder Kinderwagen sind sie nicht erreichbar.

Quellen

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Was sich geändert hat

  • Seilergasse (Strada Sforii) als seit November 2025 wegen Reparaturen gesperrt vermerkt und aus dem Rundgang genommen, der nun von der Schwarzen Kirche über die Strada Poarta Schei zum Katharinentor führt.
  • Als Rundgang neu geschrieben, mit Öffnungszeiten und Preisen 2026, Gehzeiten und korrigierten Daten zu Schwarzem Turm, Weißem Turm und Katharinentor.